Betreutes Wohnen
Betreutes Wohnen (auch Service-Wohnen) ist eine Wohnform für ältere oder pflegebedürftige Menschen, die möglichst selbstständig in einer eigenen, barrierefreien Wohnung leben möchten und bei Bedarf auf Betreuungs- und Serviceleistungen zurückgreifen können. Es bildet eine Brücke zwischen dem vollständig eigenständigen Wohnen und der stationären Pflege im Pflegeheim.
Leistungen und Kosten
Beim Betreuten Wohnen zahlen Sie eine Grundpauschale für die Basisleistungen — dazu gehören typischerweise ein Hausnotruf, ein Ansprechpartner vor Ort und die Organisation von Hilfsangeboten. Zusätzlich können Sie Wahlleistungen wie Mahlzeitenservice, Reinigung oder Freizeitangebote hinzubuchen. Die monatlichen Kosten variieren stark: Sie liegen je nach Region und Ausstattung zwischen 1.500 und 3.500 Euro inklusive Miete.
Pflegeleistungen im Betreuten Wohnen
Da Sie im Betreuten Wohnen einen eigenen Mietvertrag haben, gelten Sie als häuslich versorgt. Damit stehen Ihnen sämtliche ambulanten Pflegeleistungen zu: Pflegegeld (§37 SGB XI), Pflegesachleistungen (§36 SGB XI), der Entlastungsbetrag (§45b SGB XI) sowie Tages- und Nachtpflege. Bei Wohngemeinschaften mit gemeinschaftlicher Pflege kann zusätzlich der Wohngruppenzuschlag von 214 Euro monatlich (§38a SGB XI) beantragt werden.
Für wen ist Betreutes Wohnen geeignet?
Betreutes Wohnen eignet sich für Menschen, die ihren Alltag überwiegend selbst bewältigen können, aber Sicherheit durch verfügbare Hilfe schätzen. Auch bei niedrigen Pflegegraden (1 oder 2) kann es eine gute Alternative zum Pflegeheim sein. Bei steigendem Pflegebedarf ist jedoch ein Wechsel in die stationäre Pflege zu prüfen.