Zum Inhalt springen

Pflegeheim in Frankfurt finden: Vergleich, Kosten und Stadtteile

Frankfurt am Main verfügt über 111 Pflegeeinrichtungen — als größte Stadt Hessens und Finanzhauptstadt Deutschlands bietet die Metropole ein umfangreiches Versorgungsnetz. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,07 Sternen, und 47 Einrichtungen sind verifiziert (pflegeheim-vergleichen.de, 2026). Der monatliche Eigenanteil bewegt sich in Frankfurt zwischen 2.200 und 2.800 Euro (vdek, 2024) — damit liegt die Stadt leicht über dem Bundesdurchschnitt von 2.468 Euro.

Veröffentlicht am 12. März 2026 · Zuletzt aktualisiert: 12. März 2026 · Lesezeit: ca. 12 Min.

Redaktion: Pflegeheim-Vergleich · Quellen: §43 SGB XI, §61 SGB XII, vdek Eigenanteil-Statistik 2024, Statistisches Bundesamt, HGBP Hessen

Pflegeheime in Frankfurt: Überblick

Frankfurt am Main ist mit rund 760.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens und die fünftgrößte Stadt Deutschlands. Als Finanzhauptstadt Europas und bedeutender Verkehrsknotenpunkt bietet Frankfurt eine hervorragende Infrastruktur — auch im Bereich der stationären Pflege. Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland rund 4,96 Millionen Pflegebedürftige — Frankfurt verzeichnet als wirtschaftsstarke Metropole einen hohen Bedarf an stationären Pflegeplätzen.

Auf pflegeheim-vergleichen.de sind aktuell 111 Pflegeeinrichtungen in Frankfurt am Main gelistet. Davon sind 47 Einrichtungen verifiziert und 84 verfügen über Nutzerbewertungen mit einer durchschnittlichen Note von 4,07 Sternen.

Kennzahl Wert
Pflegeeinrichtungen gesamt 111
Verifizierte Einrichtungen 47
Bewertete Einrichtungen 84
Durchschnittliche Bewertung 4,07 Sterne
Eigenanteil (Durchschnitt) ca. 2.200–2.800 Euro/Monat

Direkt vergleichen

Alle Frankfurter Pflegeheime mit Bewertungen, Kontaktdaten und Standort finden Sie auf unserer Übersichtsseite Pflegeheime in Frankfurt am Main. Filtern Sie nach Stadtteil, Bewertung und Ausstattung.

Was kostet ein Pflegeheim in Frankfurt?

Die Kosten für einen vollstationären Pflegeheimplatz in Frankfurt am Main liegen leicht über dem Bundesdurchschnitt. Als Finanzmetropole mit hohen Lebenshaltungskosten gehört Frankfurt auch bei Pflegeheimkosten zu den teureren Städten Deutschlands. Der Eigenanteil — also der Betrag, den Bewohner und Angehörige selbst tragen — setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), den Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie den Investitionskosten.

Laut Verband der Ersatzkassen (vdek, 2024) liegt der durchschnittliche Eigenanteil in Deutschland bei 2.468 Euro pro Monat. In Frankfurt bewegt sich dieser Wert je nach Einrichtung und Stadtteil zwischen 2.200 und 2.800 Euro. Einrichtungen in gehobenen Stadtteilen wie Sachsenhausen, Nordend oder Westend sind tendenziell teurer als in Höchst, Bergen-Enkheim oder Niederrad.

Zuschüsse der Pflegekasse nach Pflegegrad

Gemäß §43 SGB XI übernimmt die Pflegekasse bei vollstationärer Pflege folgende monatliche Leistungsbeträge:

Pflegegrad Zuschuss Pflegekasse Leistungszuschlag (ab 2024)
Pflegegrad 1 125 Euro (Entlastungsbetrag)
Pflegegrad 2 770 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)
Pflegegrad 3 1.262 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)
Pflegegrad 4 1.775 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)
Pflegegrad 5 2.005 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)

Leistungszuschlag senkt den Eigenanteil

Seit Januar 2024 erhalten Pflegeheimbewohner einen gestaffelten Leistungszuschlag auf den EEE: 15 % im ersten Jahr, 30 % im zweiten, 50 % im dritten und 75 % ab dem vierten Jahr. Dadurch sinkt der monatliche Eigenanteil mit zunehmender Verweildauer spürbar. Mehr zur Kostenberechnung erfahren Sie in unserem Ratgeber Pflegeheim Kosten.

Hessische Besonderheit: HGBP

Hessen reguliert die Pflege über das Hessische Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen (HGBP). Die Betreuungs- und Pflegeaufsicht des Regierungspräsidiums Darmstadt ist als Aufsichtsbehörde für die Prüfung der Frankfurter Pflegeeinrichtungen zuständig. Sie kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der gesetzlichen Qualitätsstandards.

Pflegeheime nach Frankfurter Stadtteilen

Frankfurt am Main gliedert sich in 46 Stadtteile. Die Pflegelandschaft unterscheidet sich deutlich zwischen den Stadtteilen — sowohl bei der Anzahl der Einrichtungen als auch bei Kosten und Wartezeiten. Das gut ausgebaute ÖPNV-Netz mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn (VGF/RMV) sorgt für gute Erreichbarkeit in allen Stadtteilen.

Sachsenhausen

Einer der beliebtesten Stadtteile für stationäre Pflege südlich des Mains. Sachsenhausen bietet etablierte Einrichtungen mit gehobener Ausstattung, sehr gute ÖPNV-Anbindung (U1, U2, U3, Straßenbahn) und Nähe zum Mainufer mit Spaziermöglichkeiten. Entsprechend hoch sind Nachfrage und Eigenanteile.

Nordend

Zentral gelegener Stadtteil mit vielfältigem Pflegeangebot. Das Nordend verbindet urbanes Leben mit ruhigen Wohnstraßen und Nähe zum Günthersburgpark. Gute Anbindung über U5, Straßenbahn und zahlreiche Buslinien. Eigenanteile im gehobenen Bereich.

Bornheim

Lebendiger Stadtteil im Osten mit guter Infrastruktur und vielfältigem Pflegeangebot. Die Berger Straße als Hauptachse bietet Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Gut erreichbar über U4 und Straßenbahn. Moderate bis gehobene Eigenanteile.

Bockenheim

Westlich gelegener Stadtteil mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Bockenheim bietet eine gewachsene Infrastruktur, Nähe zum Palmengarten und gute Anbindung über U6, U7, S-Bahn und Straßenbahn. Eigenanteile im mittleren Bereich.

Höchst

Westlichster größerer Stadtteil mit eigenständigem Stadtteilcharakter. Höchst verfügt über ein eigenes Krankenhaus und vergleichsweise günstige Pflegeheimplätze. Gute S-Bahn-Anbindung an die Innenstadt. Besonders geeignet für Familien mit begrenztem Budget.

Bergen-Enkheim

Östlicher Stadtteil mit dörflichem Charakter und ruhiger Wohnlage. Bergen-Enkheim bietet Einrichtungen mit Grünflächen und Gartenanlagen. Günstigere Eigenanteile als in den Innenstadtteilen und gute Erreichbarkeit über U7 und Buslinien.

So finden Sie das richtige Pflegeheim in Frankfurt

Die Wahl des richtigen Pflegeheims ist eine der wichtigsten Entscheidungen für pflegebedürftige Angehörige. Nehmen Sie sich Zeit für den Vergleich — die Unterschiede zwischen Einrichtungen in Frankfurt sind erheblich.

1

Bedarf klären

Welchen Pflegegrad hat die pflegebedürftige Person? Wird Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege oder Tagespflege benötigt? Der Pflegegrad bestimmt den Zuschuss der Pflegekasse.

2

Stadtteil und Lage wählen

Wählen Sie einen Stadtteil, der für Angehörige gut erreichbar ist. Das Frankfurter ÖPNV-Netz mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn (VGF/RMV) ist hervorragend ausgebaut — die meisten Stadtteile sind innerhalb von 30 Minuten erreichbar.

3

Einrichtungen vergleichen

Nutzen Sie unseren Vergleich der Frankfurter Pflegeheime, um Bewertungen, Ausstattung und Kosten gegenüberzustellen. Achten Sie besonders auf die Ergebnisse der Qualitätsprüfung.

4

Persönlich besichtigen

Vereinbaren Sie Besichtigungstermine bei Ihren Favoriten. Nutzen Sie unsere Checkliste für den Pflegeheim-Besuch, um keine wichtigen Fragen zu vergessen.

5

Finanzierung klären

Berechnen Sie den voraussichtlichen Eigenanteil und prüfen Sie, ob Anspruch auf Sozialhilfe besteht. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber zu Pflegeheim Kosten.

Finanzierung und Sozialamt in Frankfurt

Wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um den Eigenanteil zu decken, greift in Frankfurt die Hilfe zur Pflege gemäß §61 SGB XII. Zuständig ist das Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main.

Das Schonvermögen beträgt 10.000 Euro pro Person — Vermögen unterhalb dieser Grenze wird nicht angerechnet. Eine selbst bewohnte Immobilie ist während der Pflege des Partners ebenfalls geschützt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Schonvermögen.

Das Sozialamt Frankfurt bietet darüber hinaus Beratung zur Finanzierung von Pflegeheimkosten an. Bei Fragen zur Hilfe zur Pflege können Sie sich direkt an das zuständige Sozialrathaus in Ihrem Stadtteil wenden.

Tipp: Antrag rechtzeitig stellen

Stellen Sie den Antrag auf Hilfe zur Pflege beim Sozialamt Frankfurt, sobald absehbar ist, dass der Eigenanteil nicht gedeckt werden kann. Die Leistungen werden in der Regel erst ab dem Monat der Antragstellung gewährt — rückwirkende Zahlungen sind selten möglich.

Häufig gestellte Fragen zu Pflegeheimen in Frankfurt

Wie viele Pflegeheime gibt es in Frankfurt am Main?
In Frankfurt am Main sind derzeit 111 Pflegeeinrichtungen auf pflegeheim-vergleichen.de gelistet. Als größte Stadt Hessens und fünftgrößte Stadt Deutschlands mit rund 760.000 Einwohnern verfügt die Finanzmetropole über ein gut ausgebautes Versorgungsnetz. Die Einrichtungen verteilen sich über zahlreiche Stadtteile, wobei Sachsenhausen, Nordend und Bockenheim eine besonders hohe Einrichtungsdichte aufweisen.
Was kostet ein Pflegeheim in Frankfurt pro Monat?
Der durchschnittliche Eigenanteil für einen vollstationären Pflegeheimplatz in Frankfurt am Main liegt bei rund 2.200 bis 2.800 Euro pro Monat (Stand 2024). Damit liegt Frankfurt leicht über dem Bundesdurchschnitt von 2.468 Euro — bedingt durch die hohen Lebenshaltungskosten als Finanzmetropole. Der Eigenanteil setzt sich zusammen aus dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Gemäß §43 SGB XI übernimmt die Pflegekasse je nach Pflegegrad zwischen 770 und 2.005 Euro monatlich.
Welche Frankfurter Stadtteile haben die meisten Pflegeheime?
Die meisten Pflegeeinrichtungen befinden sich in den Stadtteilen Sachsenhausen, Nordend, Bockenheim und Höchst. In den innenstädtischen Stadtteilen wie Innenstadt und Altstadt ist das Angebot geringer, dafür liegen Einrichtungen dort besonders zentral und sind hervorragend an das VGF/RMV-Netz mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn angebunden.
Wie finde ich ein gutes Pflegeheim in Frankfurt?
Achten Sie auf Bewertungen anderer Familien, die Ergebnisse der MDK-Qualitätsprüfung und die Lage der Einrichtung. Besuchen Sie potenzielle Heime persönlich und prüfen Sie, ob spezielle Angebote wie Demenzbetreuung oder Kurzzeitpflege vorhanden sind. Auf pflegeheim-vergleichen.de können Sie alle Frankfurter Einrichtungen nach Bewertung, Stadtteil und Ausstattung filtern.
Übernimmt das Sozialamt in Frankfurt die Pflegeheimkosten?
Ja, wenn Ihr Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, übernimmt das Sozialamt Frankfurt über die „Hilfe zur Pflege" gemäß §61 SGB XII die Kosten. Das Schonvermögen beträgt 10.000 Euro pro Person. Zuständig ist das Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main. Stellen Sie den Antrag frühzeitig — idealerweise parallel zur Pflegeheimsuche.
Gibt es in Frankfurt Pflegeheime mit Kurzzeitpflege?
Ja, zahlreiche Frankfurter Pflegeheime bieten neben der Dauerpflege auch Kurzzeitpflegeplätze an. Gemäß §42 SGB XI stehen Versicherten ab Pflegegrad 2 jährlich 1.854 Euro für Kurzzeitpflege zu. In einer Großstadt wie Frankfurt sind Kurzzeitpflegeplätze stark nachgefragt — insbesondere in beliebten Stadtteilen wie Sachsenhausen und Nordend empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
Warum sind Pflegeheime in Frankfurt teurer als im Bundesdurchschnitt?
Frankfurt am Main gehört als Finanzmetropole zu den teuersten Städten Deutschlands bei Lebenshaltungskosten — das schlägt sich auch auf Pflegeheimkosten nieder. Hohe Grundstückspreise, überdurchschnittliche Personalkosten und die allgemein hohen Lebenshaltungskosten führen zu Eigenanteilen, die über dem Bundesdurchschnitt liegen. In Stadtteilen wie Höchst oder Bergen-Enkheim sind die Kosten tendenziell niedriger als in Sachsenhausen oder dem Nordend.
Welche Aufsichtsbehörde ist für Pflegeheime in Frankfurt zuständig?
Die Aufsicht über Pflegeheime in Frankfurt am Main obliegt der Betreuungs- und Pflegeaufsicht des Regierungspräsidiums Darmstadt. Die gesetzliche Grundlage bildet das Hessische Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen (HGBP). Die Aufsichtsbehörde prüft regelmäßig die Qualität der Einrichtungen und stellt sicher, dass gesetzliche Standards eingehalten werden.

Die richtige Einrichtung finden?

Wir helfen Ihnen kostenlos, die passende Einrichtung zu finden.

  • Schnell & einfach
  • Spezialisierte Einrichtungen
  • Datenschutz gewährleistet
Kostenlose Beratung anfordern

Weiterführende Ratgeber