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Pflegeheim in Stuttgart finden: Vergleich, Kosten und Stadtbezirke

Stuttgart verfügt über 51 Pflegeeinrichtungen — als Landeshauptstadt Baden-Württembergs mit rund 630.000 Einwohnern bietet die Stadt ein dichtes Versorgungsnetz. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,02 Sternen, und 43 Einrichtungen sind verifiziert (pflegeheim-vergleichen.de, 2026). Der monatliche Eigenanteil bewegt sich in Stuttgart zwischen 2.300 und 2.900 Euro (vdek, 2024) — damit liegt die Stadt über dem Bundesdurchschnitt von 2.468 Euro.

Veröffentlicht am 12. März 2026 · Zuletzt aktualisiert: 12. März 2026 · Lesezeit: ca. 12 Min.

Redaktion: Pflegeheim-Vergleich · Quellen: §43 SGB XI, §61 SGB XII, vdek Eigenanteil-Statistik 2024, Statistisches Bundesamt, WTPG Baden-Württemberg

Pflegeheime in Stuttgart: Überblick

Stuttgart ist mit rund 630.000 Einwohnern die Landeshauptstadt Baden-Württembergs und sechstgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt liegt in einer markanten Kessellage, umgeben von Weinbergen und Wäldern. Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland rund 4,96 Millionen Pflegebedürftige — Stuttgart verzeichnet als wirtschaftsstarke Großstadt einen hohen Bedarf an stationären Pflegeplätzen.

Auf pflegeheim-vergleichen.de sind aktuell 51 Pflegeeinrichtungen in Stuttgart gelistet. Davon sind 43 Einrichtungen verifiziert und 47 verfügen über Nutzerbewertungen mit einer durchschnittlichen Note von 4,02 Sternen.

Kennzahl Wert
Pflegeeinrichtungen gesamt 51
Verifizierte Einrichtungen 43
Bewertete Einrichtungen 47
Durchschnittliche Bewertung 4,02 Sterne
Eigenanteil (Durchschnitt) ca. 2.300–2.900 Euro/Monat

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Alle Stuttgarter Pflegeheime mit Bewertungen, Kontaktdaten und Standort finden Sie auf unserer Übersichtsseite Pflegeheime in Stuttgart. Filtern Sie nach Stadtbezirk, Bewertung und Ausstattung.

Was kostet ein Pflegeheim in Stuttgart?

Die Kosten für einen vollstationären Pflegeheimplatz in Stuttgart liegen über dem Bundesdurchschnitt. Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern mit den höchsten Pflegeheimkosten in Deutschland. Der Eigenanteil — also der Betrag, den Bewohner und Angehörige selbst tragen — setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), den Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie den Investitionskosten.

Laut Verband der Ersatzkassen (vdek, 2024) liegt der durchschnittliche Eigenanteil in Deutschland bei 2.468 Euro pro Monat. In Stuttgart bewegt sich dieser Wert je nach Einrichtung und Stadtbezirk zwischen 2.300 und 2.900 Euro. Einrichtungen in zentralen Lagen wie Stuttgart-Mitte oder Degerloch sind tendenziell teurer als in Außenbezirken wie Zuffenhausen oder Stammheim.

Zuschüsse der Pflegekasse nach Pflegegrad

Gemäß §43 SGB XI übernimmt die Pflegekasse bei vollstationärer Pflege folgende monatliche Leistungsbeträge:

Pflegegrad Zuschuss Pflegekasse Leistungszuschlag (ab 2024)
Pflegegrad 1 125 Euro (Entlastungsbetrag)
Pflegegrad 2 770 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)
Pflegegrad 3 1.262 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)
Pflegegrad 4 1.775 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)
Pflegegrad 5 2.005 Euro 15 % (1. Jahr) bis 75 % (ab 4. Jahr)

Leistungszuschlag senkt den Eigenanteil

Seit Januar 2024 erhalten Pflegeheimbewohner einen gestaffelten Leistungszuschlag auf den EEE: 15 % im ersten Jahr, 30 % im zweiten, 50 % im dritten und 75 % ab dem vierten Jahr. Dadurch sinkt der monatliche Eigenanteil mit zunehmender Verweildauer spürbar. Mehr zur Kostenberechnung erfahren Sie in unserem Ratgeber Pflegeheim Kosten.

Baden-Württemberg: WTPG

Baden-Württemberg reguliert die stationäre Pflege über das Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG). Die Heimaufsicht beim Amt für öffentliche Ordnung Stuttgart prüft die Einrichtungen vor Ort und stellt sicher, dass die Qualitätsstandards eingehalten werden. Die strengen Vorgaben des WTPG — etwa bei Fachkraftquoten und baulichen Anforderungen — tragen zu den überdurchschnittlichen Kosten in Baden-Württemberg bei.

Pflegeheime nach Stuttgarter Stadtbezirken

Stuttgart gliedert sich in 23 Stadtbezirke. Die Pflegelandschaft unterscheidet sich zwischen den Bezirken — sowohl bei der Anzahl der Einrichtungen als auch bei Kosten und Verfügbarkeit. Stuttgarts charakteristische Kessellage bringt besondere Herausforderungen mit sich: Einige Einrichtungen liegen an Hanglagen, was die Barrierefreiheit im Umfeld beeinflussen kann.

Stuttgart-Mitte

Der zentrale Stadtbezirk mit kurzen Wegen zu Ärzten, Kliniken und Einkaufsmöglichkeiten. Hervorragende Anbindung an Stadtbahn und S-Bahn. Die zentrale Lage spiegelt sich in höheren Eigenanteilen wider, dafür profitieren Bewohner und Angehörige von der erstklassigen Infrastruktur.

Bad Cannstatt

Der einwohnerstärkste Stadtbezirk Stuttgarts mit einem vielfältigen Pflegeangebot. Bad Cannstatt bietet eine hohe Einrichtungsdichte, gute Anbindung über S-Bahn und Stadtbahn sowie die Nähe zu den Mineralbädern. Die Kosten liegen im mittleren Bereich.

Vaihingen

Südwestlich gelegener Bezirk mit guter Mischung aus urbanem und grünem Umfeld. Vaihingen bietet mehrere Pflegeeinrichtungen mit modernen Standards, gute S-Bahn-Anbindung (S1, S2, S3) und die Nähe zur Universität und zu Naherholungsgebieten.

Degerloch

Gehobener Bezirk auf der Filderebene mit ruhiger Wohnlage und Blick über den Stuttgarter Kessel. Einrichtungen in Degerloch bieten oft großzügige Außenanlagen. Die Zahnradbahn (Zacke) und Stadtbahnlinien sorgen für die Anbindung an die Innenstadt. Eigenanteile im gehobenen Bereich.

Feuerbach

Nördlicher Bezirk mit guter Infrastruktur und moderaten Pflegeheimkosten. Feuerbach ist über S-Bahn und Stadtbahn hervorragend angebunden. Die Nähe zu Industriestandorten sorgt für eine lebendige Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten und medizinischen Versorgungseinrichtungen.

Möhringen

Südlich gelegener Bezirk mit gutem Pflegeangebot und ruhigeren Wohnlagen. Möhringen bietet eine gute Balance zwischen Erreichbarkeit (Stadtbahn U5, U6) und Wohnqualität. Die Eigenanteile sind etwas günstiger als in den zentralen Innenstadtbezirken.

So finden Sie das richtige Pflegeheim in Stuttgart

Die Wahl des richtigen Pflegeheims ist eine der wichtigsten Entscheidungen für pflegebedürftige Angehörige. Nehmen Sie sich Zeit für den Vergleich — die Unterschiede zwischen Einrichtungen in Stuttgart sind erheblich.

1

Bedarf klären

Welchen Pflegegrad hat die pflegebedürftige Person? Wird Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege oder Tagespflege benötigt? Der Pflegegrad bestimmt den Zuschuss der Pflegekasse.

2

Stadtbezirk und Lage wählen

Wählen Sie einen Bezirk, der für Angehörige gut erreichbar ist. Stuttgart verfügt über ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz mit Stadtbahn, S-Bahn und Buslinien der SSB (Stuttgarter Straßenbahnen). Beachten Sie Stuttgarts Topografie: Die Kessellage bedeutet, dass manche Einrichtungen an steilen Hängen liegen — prüfen Sie die Barrierefreiheit im direkten Umfeld.

3

Einrichtungen vergleichen

Nutzen Sie unseren Vergleich der Stuttgarter Pflegeheime, um Bewertungen, Ausstattung und Kosten gegenüberzustellen. Achten Sie besonders auf die Ergebnisse der Qualitätsprüfung durch die Heimaufsicht.

4

Persönlich besichtigen

Vereinbaren Sie Besichtigungstermine bei Ihren Favoriten. Nutzen Sie unsere Checkliste für den Pflegeheim-Besuch, um keine wichtigen Fragen zu vergessen.

5

Finanzierung klären

Berechnen Sie den voraussichtlichen Eigenanteil und prüfen Sie, ob Anspruch auf Sozialhilfe besteht. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber zu Pflegeheim Kosten.

Finanzierung und Sozialamt in Stuttgart

Wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um den Eigenanteil zu decken, greift in Stuttgart die Hilfe zur Pflege gemäß §61 SGB XII. Zuständig ist das Sozialamt Stuttgart. Die Leistungen werden in der Regel ab dem Monat der Antragstellung gewährt.

Das Schonvermögen beträgt 10.000 Euro pro Person — Vermögen unterhalb dieser Grenze wird nicht angerechnet. Eine selbst bewohnte Immobilie ist während der Pflege des Partners ebenfalls geschützt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Schonvermögen.

In Stuttgart bietet die Pflegestützpunkte der Stadt Stuttgart kostenlose und unabhängige Beratung rund um Pflege, Finanzierung und die Suche nach einem passenden Pflegeheimplatz. Die Beratung ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos und kann auch aufsuchend in der eigenen Wohnung stattfinden.

Tipp: Antrag rechtzeitig stellen

Stellen Sie den Antrag auf Hilfe zur Pflege beim Sozialamt Stuttgart, sobald absehbar ist, dass der Eigenanteil nicht gedeckt werden kann. Die Leistungen werden in der Regel erst ab dem Monat der Antragstellung gewährt — rückwirkende Zahlungen sind selten möglich.

Häufig gestellte Fragen zu Pflegeheimen in Stuttgart

Wie viele Pflegeheime gibt es in Stuttgart?
In Stuttgart sind derzeit 51 Pflegeeinrichtungen auf pflegeheim-vergleichen.de gelistet. Als Landeshauptstadt Baden-Württembergs mit rund 630.000 Einwohnern verfügt Stuttgart über ein gut ausgebautes Versorgungsnetz. Die Einrichtungen verteilen sich über die 23 Stadtbezirke, wobei Bad Cannstatt, Stuttgart-Mitte und Vaihingen eine besonders hohe Einrichtungsdichte aufweisen.
Was kostet ein Pflegeheim in Stuttgart pro Monat?
Der durchschnittliche Eigenanteil für einen vollstationären Pflegeheimplatz in Stuttgart liegt bei rund 2.300 bis 2.900 Euro pro Monat (Stand 2024). Stuttgart liegt damit über dem Bundesdurchschnitt von 2.468 Euro — Baden-Württemberg gehört zu den teureren Bundesländern bei Pflegeheimkosten. Der Eigenanteil setzt sich zusammen aus dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Gemäß §43 SGB XI übernimmt die Pflegekasse je nach Pflegegrad zwischen 770 und 2.005 Euro monatlich.
Welche Stuttgarter Stadtbezirke haben die meisten Pflegeheime?
Die meisten Pflegeeinrichtungen befinden sich in den Stadtbezirken Bad Cannstatt, Stuttgart-Mitte und Vaihingen. Bad Cannstatt ist der einwohnerstärkste Bezirk und bietet eine hohe Einrichtungsdichte. In den Außenbezirken wie Stammheim oder Mühlhausen ist das Angebot geringer, dafür sind Einrichtungen dort ruhiger gelegen und oft günstiger.
Wie finde ich ein gutes Pflegeheim in Stuttgart?
Achten Sie auf Bewertungen anderer Familien, die Ergebnisse der Qualitätsprüfung und die Lage der Einrichtung. Besuchen Sie potenzielle Heime persönlich und prüfen Sie, ob spezielle Angebote wie Demenzbetreuung oder Kurzzeitpflege vorhanden sind. Beachten Sie Stuttgarts Kessellage: Einrichtungen an Hanglagen können Barrierefreiheit einschränken. Auf pflegeheim-vergleichen.de können Sie alle Stuttgarter Einrichtungen nach Bewertung, Stadtbezirk und Ausstattung filtern.
Übernimmt das Sozialamt in Stuttgart die Pflegeheimkosten?
Ja, wenn Ihr Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, übernimmt die Landeshauptstadt Stuttgart über die „Hilfe zur Pflege" gemäß §61 SGB XII die Kosten. Das Schonvermögen beträgt 10.000 Euro pro Person. Zuständig ist das Sozialamt Stuttgart. Stellen Sie den Antrag frühzeitig — idealerweise parallel zur Pflegeheimsuche.
Gibt es in Stuttgart Pflegeheime mit Kurzzeitpflege?
Ja, zahlreiche Stuttgarter Pflegeheime bieten neben der Dauerpflege auch Kurzzeitpflegeplätze an. Gemäß §42 SGB XI stehen Versicherten ab Pflegegrad 2 jährlich 1.854 Euro für Kurzzeitpflege zu. In einer Großstadt wie Stuttgart sind Kurzzeitpflegeplätze gefragt — insbesondere in zentralen Bezirken wie Stuttgart-Mitte und Bad Cannstatt empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
Warum sind Pflegeheime in Stuttgart teurer als im Bundesdurchschnitt?
Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern mit den höchsten Pflegeheimkosten. In Stuttgart kommen überdurchschnittliche Personalkosten, hohe Immobilienpreise und die strengen Vorgaben des Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetzes (WTPG) hinzu. Die Heimaufsicht beim Amt für öffentliche Ordnung Stuttgart überwacht die Einhaltung dieser Standards, die sich in den Kosten niederschlagen. In den Außenbezirken sind die Eigenanteile tendenziell niedriger als in den zentralen Lagen.
Wie lange ist die Wartezeit auf einen Pflegeheimplatz in Stuttgart?
Die Wartezeiten in Stuttgart variieren je nach Stadtbezirk und Einrichtung. In beliebten Bezirken wie Stuttgart-Mitte, Degerloch oder Bad Cannstatt kann die Wartezeit mehrere Monate betragen. In den Außenbezirken wie Stammheim, Zuffenhausen oder Mühlhausen sind Plätze oft schneller verfügbar. Tragen Sie sich bei mehreren Einrichtungen gleichzeitig auf die Warteliste.

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